Feldenkrais Method Practitioner in Shanghai / China, Telephone 159 01 64 09 22, also during Expo 2010
admin, 23. März 2010
admin,
Meine Mutter hat mir mal von nem Schulbuch (Niveau Volksschule) ausm Irak erzählt, wo anstelle Äpfel und Bananen Handgranaten abgebildet werden ….
also weiss nicht ob das stimmt. Was weiss ich ob das stimmt.
Aber heute blättere ich so in meinem Chinesisch-Schulbuch (Hanyu Kouyu, Level 2, Bejing University Press / Bejing gaodeng jiaoyu jingpin jiaocai). Und dann wird mir mal ordentlich schlecht und ich brauch ne Weile, um mich wieder zu sammeln. Der frauenfeindliche, gewaltätige, Schule-wie-unter-Maria-Theresia Schulbuchtext (englische Übersetzung aus dem Lösungsheft) geht wie folgt:
Lesson Five - Please Promise Me One Thing
(At home)
Boy: Mom, mom, I have a good news!
Mother: Look, how happy you are! What’s the good news?
Boy: I had my test scores today. I got a 98 in language, 100 in math and 96 in foreign language. I am ranked first in the class and the teacher commended me as well.
Mother: Good boy, congratulations. Mom will make some favorite dishes for you now.
Boy: Can I help?
Mother: No, no need. You can play for a while. Your dad will be back in minutes, it’ll make him happy too.
Boy: OK, then I’ll look for my friends to play with.
(Father comes back home)
Father: How come there’re many good things to eat?
Boy: Something good. Guess, dad.
Father: Hmm, you got me. (I can’t guess it.)
Mother: Let me tell you, our son ranked first in the class this time. I think he has definitely become an advanced student.
Father: Good boy! Tell me, what did you get?
Boy: A 98 in language, 100 in math and 96 in foreign language.
Father: Altogether 294 (Anmerkung: “Die Chinesen” denken, dass sie super in Mathe sind. Auch denken sie, dass wir weisse Ausländer extrem schlecht in Mathe sind, und machen sich deshalb über uns lustig. Auch denken sie, dass wir deshalb recht blöd sind. An PISA haben sie aber nicht teilgenommen). OK, we’ll give you 300 kuai, this is a reward from your mother and me.
Boy: Dad, I don’t want money, I was only think…
Father: What do you want?
Boy: It’s not that I want anything. I’d like you to promise me one thing.
Father: What is it? Children can make requests now? Ok, tell me.
Boy: If I do well in the future, I don’t want you to beat me again, OK?
Father: Uh… you don’t understand, if I hadn’t been strict to you before, you wouldn’t be who you are today. (Anmerkung: WTF???) And how could you get such a good scores?
Boy: But Li Ming’s dad never beats him, and doesn’t he study well?
Mother: All right, all right, time to eat. I also think that beating isn’t the best way. Son, dad is just afraid that you won’t grow up right. Ok, can you remember studying well later on, just as same as today?
Boy: Yes, I know it.
Father: Ok, son, I promise, from now on I won’t beat you.
Boy: Mom, did you hear that? Dad is not going to beat me anymore.
Yo. so is das in China. Gewalt in der Familie ist hier noch Privatsache, auch Gewalt an der Frau findet bei der Polizei kein Verständnis. Nein, das andere kein Verständnis. Die wollen das nicht hören.
Welche von Gottes Strafen hilft dir beim Lernen am meisten?
admin, 2. März 2010
R. hat sich echoviert, dass beim Feldenkrais die Leute einschliefen. Er regt sich darüber zunehmends auf.
Ich musste also darüber erneut nachdenken, und kam zu dem Schluss, dass R. natürlich Stuss redet. Viele meiner internen Meinungen sind schon recht sattelfest, da brauch ich nichtmehr rumzweifeln, auch wenn Respektpersonen anfangen rumlabern.
Also ich muss nochmal ein bisschen recherchieren:
Das Mittelalter dauerte so ungefähr bis 1500 danach nennt man die Zählung “Neuzeit”. Ludwig der XIV (dem sie das Kiefer zerstört haben) lebte so ca um 1640. Er war einer der ersten, der überhaupt ein Schlafzimmer hatte.
Das haben dann einige nachgemacht. Hat aber bis ca 1900 und länger gedauert, bis das alle nachgemacht haben. Davor haben Menschen einfach überall gepennt, wo sie Platz gefunden haben. Gerne auch im gleichen Bett oder Strohlager, oder vorm Ofen oder so. Wo’s halt Platz gab. Auch Gästen/Durchreisenden wurde ein Platz im eigenen Bett angeboten.
Erst die “im 19. Jahrhundert zunehmende Distanzierung von Frauen und Männern” (Zitat Süddeutsche) hat dann eine völlige Trennung der Zimmer gebracht, von da an mussten auch Kinder alleine schlafen usw.
Da frag ich mich auch, wie weit das Schuld der Produktdifferenzierung ist … ich mein, IKEA Schlafzimmer und so wollen ja auch verkauft sein.
Also das allein zeigt schon, wie leger Schlaf gewesen sein muss. Vor der industriellen Revolution wurde anscheinend nach Sonnenuntergang ein Nickerchen von bis zu 4 Stunden eingelegt, dann war man auf bis ca 2 in der früh, und dann wurde nochmals so 4 Stunden oder so geschlafen. (Quelle A Brief History of sleep)
Ich könnte mir vorstellen, dass es dann noch Nickerchen nachmittags usw gab, so wie Kafka, einer der letzten Verfechter des eigenen Schlafbedürfnisses das praktiziert hat. Allerdings wurde Schlaf früher wohl auch von den Faktoren Schlafplatzverfügbarkeit (wo kann ich ungestört pennen), und Ungeziefer (Läuse, Gelsen/Mücken) und sonstige Krankheiten (Hautjucken, Husten usw) bestimmt.
Dann …
Dann hat wohl die Geldgier gesiegt. Die Menschen wurden in Fabriken gezwungen (bzw gingen freiwillig, um auch mehr von dem Geld zu haben), und dann war der natürliche Rhythmus natürlich beim Teufel.
Arbeitszeiten (und Segen und Fluch Elektrizität) ruinierten die Möglichkeit bei Müdigkeit zu Ruhen. Weiters sank die gesellschafltiche Akzeptanz des Schlafes, bis die meisten Leute Angst hatten zu Schlafen bzw blöd über Schlafen redeten und über andere, die Schlafen wollten, spotteten, sie gängeln und fertig machen; das Verständnis für die Vorgänge des Schlafes ebenfalls. Die meisten Menschen sind schlechte Träumer, von OBE usw ganz zu schweigen, das ist soweit weg wie Atomphysik für den Grundschüler. Traurig traurig.
Und übriggeblieben sind ein paar Irre, die glauben, Schlaf sei was Schlechtes und sie hätten kein Schlafdefizit. Denen empfehle ich allen mal ein Sounder Sleep Seminar oder ein paar dutzend Stunden normales Feldenkrais bei mir.
ok nuff said.
Keine geringe Kunst ist schlafen: es thut schon Noth, den ganzen Tag darauf hin zu wachen. (F. Nietzsche)
Bücher:
- At Day’s Close: Night in Times Past, A. Roger Ekirch
- A. Borbély, Der Schlaf im Wandel der Zeit.
- ah und ich seh grad in Wikipedia gibts auch einen Artikel über Schlafkultur
oh, und das muss ich auch noch rauskopieren, weil’s so geil geschrieben ist. oh mann, wie vermisse ich gute literatur … und gute gedanken … hm leben wir neuerdings in einer Welt der Unfähigen und Spinner??
Der Schlaf tagsüber, der für uns zum Inbegriff der Faulheit und Arbeitsscheu geworden ist, hat im 19. Jahrhundert in Iwan Alexandrowitsch Gontscharows berühmtem Roman „Oblomow“ ein bleibendes literarisches Denkmal erhalten: „Das Herumliegen war für llja lljitsch weder eine Notwendigkeit, wie für einen Kranken oder für einen Menschen, der schlafen möchte, noch eine Zufälligkeit, wie für einen Müden, noch ein Genuss, wie für einen Faulpelz: es war sein normaler Zustand. Wenn er zu Hause war (und er war fast immer zu Hause), lag er stets im Bett und stets in dem gleichen Zimmer, wo wir ihn vorfanden, das ihm gleichzeitig als Schlafgemach, Kabinett und Salon diente.“
(Quelle Sueddeutsche)
admin, 1. März 2010
Jetzt hab ich mir grad hoffnungsvoll die Vorschau von “KNOW1NG” angeschaut, eben in der Hoffnung, dass das mal was neues, interessantes ist, aber schon nach 10 Sekunden war klar, dass das der übliche Gack ist … Wilhelm Reich würde sich im Grabe umdrehen, sein Lebenswerk ging spurlos an den Amis vorbei ….
Hier ein Auszug aus einer Email
weisste,
ich hab mir grad den trailer von “Season of the Witch” angeschaut, und
da fiel mir auf, dass alle filme irgendwie gleich sind,
alle unterstützen so das übliche denken.
zb hier, hexe ist gleich böse. voll komisch.
hab noch keinen film gesehen, in dem das böse besser wegkommt,
wo die story mit dem unmoralischen sympatisiert,
so wie bukowski es vielleicht anzudeuten vermag.
immer die gleiche leier in den kinos, büchern, geschichten,
die ewige moralpredigt der kirche und der sexuell verklemmten.
da muss mal was neues her.
Und D. schickte mir hierzu folgenden Auszug:
aus Praxis des Drehbuchschreibens / Über das Geschichtenerzählen von Jean-Claude Carriere
admin,

